Trends im E-Mail-Marketing – Mailchimp, Cleverreach und Klick-Tipp im Vergleich

Wer Marketing-Software nutzt, ist immer in Gefahr. Denn kaum eine andere Gattung ist so „dynamisch“ wie diese. Es vergeht kaum eine Woche in der nicht die neueste, beste und unverzichtbarste Software gelauncht wird, ohne die das Leben bis dahin nahezu sinnlos war #übertreib. Auch im Bereich von E-Mail-Marketing-Software treten regelmäßig neue Anbieter auf den Plan – häufig stammen diese entweder aus Nordamerika oder mittlerweile auch aus Asien. Aber früher oder später kommen neue Trends dann auch bei uns in Deutschland an. In diesem Beitrag stelle ich drei E-Mail-Marketing-Softwareanbieter vor, die sich in Sachen Funktionsumfang und Einsatzmöglichkeiten signifikant voneinander unterscheiden. Alle drei Systeme setzen wir selber in Projekten ein, die Einschätzung unterliegt somit der praktischen Erfahrung.

Trendthemen im E-Mail-Marketing: Mobilität, Tagging, Automation und Integration

Die Kernfunktionen von E-Mail-Marketing-Software sind zunächst einmal das Erstellen und Versenden von E-Mailings und Newslettern sowie das entsprechende Reporting zur Erfolgskontrolle. Erstaunlich wie unterschiedlich die zahlreichen Systeme diese Aufgaben lösen. In Bezug auf unsere Trendthemen werden die Unterschiede deutlicher. Hier die USPs der Kandidaten:

Mailchimp bietet alles, was der Marketing-Herz begehrt – auf englisch

Eine der ältesten und ausgereiftesten Lösungen für Unternehmen auf der ganzen Welt. Die Benutzerführung des sympathischen Schimpansen ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen gut geeignet. Mailchimp hat es geschafft seinen Funktionsumfang immer wieder zu ergänzen ohne das Kernprodukt zu verändern. In Sachen mobiler Nutzung macht Mailchimp niemand etwas vor. So gibt es native Apps zur Generierung von Opt-Ins auch im Offline-Modus (sehr praktisch z.B. auf Messen und Veranstaltungen), zur Erfolgskontrolle und zur Erstellung von einfachen Foto-Mailings in Minuten sowie zur Entwertung von Mailchimp eigenen QR-Code Coupons. Diese Apps unterstützen besonders kleinere Unternehmen ohne eigene Marketingabteilung – lokale Anbieter, bei denen sich der Geschäftsinhaber selber um das Marketing kümmert.

Jetzt nur keine voreiligen Schlüsse ziehen, Mailchimp ist nicht nur für kleinere Unternehmen, der Schimpanse schafft den Spagat wie kein anderer. Denn „Segmentierung“ und „Automation“ sind Funktionen für Profis, die komplexe Marketingprozesse abbilden wollen. Klar, dass eine automatisierte Follow-Up-Serie von E-Mailings zum Beispiel nach einem Opt-In eine leichte Übung für Mailchimp darstellt. Eine weitere nützliche Funktion ist die Berechnung des optimalen Versandzeitpunktes auf Basis vorheriger Aussendungen und Öffnungsraten. Zusätzlich zu der bisherigen Version bietet Mailchimp seit wenigen Wochen ein Pro-AddOn mit noch umfangreicheren Auswertungsmöglichkeiten an.

Immer mehr Anwendern ist es wichtig verschiedene Systeme miteinander zu verknüpfen, um Marketing- und Salesprozesse zu optimieren. Dazu zählt die Verknüpfung mit CRM-Systemen, Shopsystemen, Support-Helpdesks, Online-Befragungen, Webinaren, und, und, und. Hier hat der Schimpanse den größten Trumpf im Ärmel und kann Schnittstellen zu nahezu allen System vorweisen. Einen kleinen Haken hat die Sache: Mailchimp ist rein englischsprachig und auch in Bezug auf Integrationen auf internationale Anbieter fokussiert. Für denjenigen, der mit der englischen Sprache und dem ebenfalls meist englischsprachigen Ökosystem kein Problem hat, ist Mailchimp die beste Wahl. Ein Preisbeispiel: Bis 2.500 Empfänger und unbegrenzter Nutzung kostet das Tool 30 USD pro Monat – gratis bietet Mailchimp die Nutzung für bis zu 2.000 Empfänger und 12.000 E-Mails pro Monat an.

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Cleverreach überzeugt mit klarer deutschsprachiger Benutzeroberfläche und moderaten Preisen

Viele unserer Kunden bevorzugen ein deutschsprachiges E-Mail-Marketingsystem. In solchen Fällen empfehlen wir Cleverreach, mit dem wir selber seit vielen Jahren arbeiten. Cleverreach bietet eine aufgeräumte Benutzeroberfläche, die gerade für Einsteiger sehr nützlich ist. Cleverreach ist aber ganz sicher kein Werkzeug nur für Anfänger. Auch hier gibt es einige charmante Profi-Funktionen, wie A/B-Splittesting von Betreffs und Inhalten sowie die grafisch dargestellte Erfolgsauswertung in Echtzeit. Obendrein gibt es ein schickes Domain-Mapping, womit eine eigene Domain oder Subdomain als Versender-URL hinterlegt werden kann.

Zur besseren Unterscheidung von Interessen und Zielgruppen gibt es in Cleverreach die Möglichkeit der Segmentierungen von Listen. Der nächste große Schritt – nämlich das Tagging von Kontakten und eine ganzheitliche Sicht über einzelne Listen hinaus – fehlt dagegen. Auch in Sachen Mobilität beschränkt sich Cleverreach auf die mobile Optimierung von E-Mails. Durchaus erfreulich entwickelt sich das deutschsprachig orientierte Ökosystem von Cleverreach. Mehr als 40 Schnittstellen-Partner gibt es bereits, darunter Produkte wie Contao, Typo3, Oxid, Sage, Fastbill, Digimember, Combit und CAS.

Wer ein einfaches durchdachtes System mit klarer Benutzerführung und einem deutschsprachigen Ökosystem sucht, hat mit Cleverreach die richtige Lösung gefunden. Ein Preisbeispiel: Bis 2.500 Empfänger und unbegrenzter Nutzung kostet das Tool 25 EUR pro Monat – gratis bietet Cleverreach die Nutzung für bis zu 250 Empfänger und 1.000 E-Mails pro Monat an.

Hier geht es zum gratis Testen: http://bit.ly/cleverreach-gratis

Klick-Tipp mit bahnbrechendem Tagging-System und Kompetenz für Internetmarketer

Wer hat das Tagging erfunden? Zumindest für deutschsprachige E-Mail-Marketing-Systeme kann das Mario Wolosz, der Gründer von Klick-Tipp, für sich in Anspruch nehmen. Was steckt hinter dem Konzept des Tagging? Wir kennen das bereits aus vielen anderen Softwareanwendungen – Tags, zu deutsch „Schlagwörter“ schaffen Ordnung. So auch bei Klick-Tipp. Denn mit jedem Opt-In werden neue Kontakte nicht einfach in einer Liste gespeichert, sondern mit einem Tag versehen. Aus Öffnungen und Klicks versendeter E-Mails können ebenso Tags generiert werden, wie aus Aktivitäten fremder – per Schnittstelle verknüpfter – Systeme. So macht Klick-Tipp aus den bisherigen eher starren E-Mail-Listen eine ContactCloud, aus der Benutzer messerscharf exakt die richtigen Kontakte für Ihre Kampagne filtern.

Weiter geht es bei Klick-Tipp mit Follow-Up-Kampagnen und einem ausgefeilten Splittesting-Tool, dem Facebook-Listbuilding und dem PerformBuilder zur Erstellung „verlockender Anmeldeformulare“. Eigene Apps sucht man bei Klick-Tipp vergeblich, aber dafür zaubert das Thema „Integration“ gestandenen Marketern ein Lächeln ins Gesicht. Wo sich Cleverreach-Kunden mit Integrationen zu den Standard-Businesstools begnügen, taucht der Klick-Tipp-Anwender ganz tief ein in das Meer der unbegrenzten Marketingmöglichkeiten. Besonders interessant sind die Schnittstellen zu Affilicon und Digistore24, den deutschen Plattformen für digitale Onlineprodukte, aber auch die beliebten Wufoo-Formulare lassen sich perfekt mit Klick-Tipp verknüpfen (und somit für das Tagging nutzen).

Klarer Fall, Klick-Tipp ist ein Tool von Marketingprofis für Marketingprofis. Aber auch Einsteiger, die bereit sind, den Erfahrungen der TOP-Marketer zu folgen, brauchen dank des hervorragenden Supports keine Angst vor diesem Tool haben. Lediglich das Preismodell erfordert ein gewisses Umdenken, denn zum einen sind 3 von 4 Tarife auf bis zu 10.000 Kontakte ausgelegt und 2. profitieren Kunden erst im Tarif „DeLuxe“ für 67 EUR pro Monat vom zuvor beschriebenen Funktionsumfang. Bei gleicher Anzahl an Kontakten ist das wiederum günstig im Vergleich zu Mailchimp (75 USD) und Cleverreach (80 EUR).

Mehr zur 30 Tage Garantie: http://bit.ly/klick-tipp-garantie

 

Mirko Herrmann

Bereits 1999 hat er seine erste Werbeagentur gegründet. Nach 10 Jahren als europaweiter Marketingleiter eines großen deutschen Softwareherstellers hat er sich auf Inbound-Marketing spezialisiert. Heute unterstützt er Unternehmen jeder Größe, um mit Hilfe des Internet geschäftliches Wachstum zu generieren.